Frauen-Kreispokal: TSV Pilgerzell – SV Gläserzell 0:8

Nur ein kleiner Fleck auf der reinen Weste

Nein, Spannung ist im Fuldaer Kreispokalfinale der Frauen nicht wirklich aufgekommen: Der SV Gläserzell war beim 8:0 gegen eine gehandicapte Mannschaft unsres TSV Pilgerzell zu stark, sodass überhaupt keine Zweifel an der Titelverteidigung der Dorn-Elf aufkamen.

Aus diversen Gründen standen dem frischgebackenen Verbandsligameister vom TSV Pilgerzell zehn Spielerinnen nicht zu Verfügung, „dann ist es leider so gekommen wie befürchtet. Es ist schade, ich hätte mir einen schöneren Ausstand gewünscht, aber das soll unsere klasse Runde nicht schmälern“, verpackte es TSV-Coach Lukas Romeis diplomatisch und fügte mit einem Schmunzler an, „dass ich nach Künzell gar nicht mehr kommen brauche. Als Trainer von Motten habe ich hier gegen Künzells Zweite schon vergangene Saison acht Gegentreffer gefangen, als Torhüter von Marbach/Dietershan II gegen Künzell III, ebenfalls im letzten Jahr, sogar elf Stück.“

Die Gläserzellerinnen hingegen freuten sich über die Titelverteidigung. Der SVG brillierte im Finale spielerisch, schoss teilweise wunderbare Treffer. „Wir waren die einzige der drei Mannschaften, die nahezu mit dem kompletten Hessenligakader nach Künzell gekommen war. Und das hat man auch auf dem Platz gesehen, denke ich“, freute sich SVG-Trainer Felix Dorn.

Den Modus mit dem „Final four“ und nur einer Spielzeit über je 45 Minuten in Halbfinale und Finale mit zwischenzeitlicher Pause fanden die Trainer nicht so schlecht, allerdings wurden Rufe laut, die Spiele doch beim nächsten Mal hintereinander zu spielen. Poppenhausen hat seine Teilnahme kurzfristig abgesagt.

TSV Pilgerzell: Hohmann; Vogel (24. Abel), Reinhard, Enders, Reinhardt, Gilbert, J. Groß, Rehm, J. Eich, Krug, Metzger.
SSV Gläserzell: Jökel; Itzenhäuser, Kress, Schmidt (34. Wypart), Marx, Schneider, Hillenbrand, Schwing (19. Herzig), Koll, Beck, Gerhard.
Schiedsrichter: Sebastian Schaub (SG Eckweisbach). Zuschauer: 80. Tore: 0:1 Vivien Schwing (6.), 0:2 Sabrina Koll (9.), 0:3 Michelle Beck (13.), 0:4 Melanie Hillenbrand (14.), 0:5, 0:6 Celine Gerhard (23., 40.), 0:7 M. Hillenbrand (43.), 0:8 Ann-Marit Herzig (44.).