102. Rhönturnfest in Gersfeld

Detschs Werbung bringt Pilgerzeller ans Ziel

 Ein sonniges Leichtathletikfest haben 155 Turner des Turngaus Fulda-Werra-Rhön am Sonntag in Gersfeld gefeiert. Besonders freute sich dabei der TSV Pilgerzell, der mit 34 Teilnehmern beim 102. Rhönturnfest absahnte.

„Ich nehme schon ein paar Jahre hier teil. Mein Ziel war es immer, die größte Gruppe zu stellen – und das ist mir jetzt gelungen“, frohlockte Kerstin Detsch vom TSV Pilgerzell. Die Hartnäckigkeit der Trainerin hatte sich ausgezahlt. Mit 34 Kindern und Erwachsenen ließ sie den TSV Poppenhausen (19 Starter) und den TV Petersberg (18) weit hinter sich. „Wenn man ordentlich Werbung macht, klappt das“, sagte sie. Was sie noch mehr freute: Die meisten Eltern haben schon ihre Zusage für das kommende Jahr gegeben. Für Detschs Schützlinge gab es einige vordere Ränge, die mit Urkunden und Pokalen bedacht wurden.

Doch einer übertraf alle übrigen 154 Athleten: Severin Zentgraf vom TV Flieden glänzte im leichtathletischen Dreikampf. Mit 10,5 Sekunden über 100 Meter lief er eine klasse Zeit. 6,94 Meter im Weitsprung und 11,74 Meter im Kugelstoß sicherten dem Top-Athleten den ersten Platz bei den Turnern vor seinem Vereinskollegen Eric Herbert. Beide knackten mühelos die 200-Punkte-Marke. Dritter wurde Vorjahressieger Jobran Abazed vom TV Horas.

Während die „Großen“ sich in Dreikampf, Duathlon und den Pendelstaffeln schon auskennen, schnupperte die jüngste Teilnehmerin, Paula Spörer vom TSV Poppenhausen, im Alter von zweieinhalb Jahren schon mal Rhönturnfest-Luft. Zum ersten Mal nur zum Zuschauen am Sportplatz war Franz Enders (TV Neuhof), der im vergangenen Jahr nach 65 Teilnahmen das letzte Mal angetreten war.

Durchaus zufrieden zeigte sich Vorsitzender Josef Bub. Zwar seien die Teilnehmerzahlen etwas rückläufig, mit 155 Startern befinde man sich aber im mittleren Bereich. „Es freut mich, dass in diesem Jahr der Turnverein aus Mansbach wieder einmal dabei ist. Außerdem sind Starter aus Rainrod bei Alsfeld hier“, freute er sich über das Interesse am Rhönturnfest. Ein „bisschen zu warm“ sei es allerdings gewesen, da waren sich Bub und Oberturnwart Hans-Joachim Buchmann einig. Ein Dank galt vor allem den rund 20 Helfern an den Stationen sowie den weiteren 16 am Grill und hinter der Kuchentheke. Ein Bild vom Spektakel auf dem Sportplatz machte sich auch Gersfelds Bürgermeister Steffen Korell, der die Turner am Morgen begrüßte. Der Erste Kreisbeigeordnete Frederik Schmitt ermutigte die Kinder und Jugendlichen bei der Siegerehrung, Werbung für das Rhönturnfest zu machen: „Ich habe gehört, es dürften gerne noch ein paar mehr Starter sein. Also, erzählt euren Freunden, wie schön es hier heute war.“ Es wird also spannend, wer im kommenden Jahr das teilnehmerstärkste Team mit nach Gersfeld bringt.