TSV unterzeichnet Stellungnahme an den HFV

TSV unterzeichnet Stellungnahme an HFV

Als einer von acht osthessischen Vereinen hat Pilgerzell die Stellungnahme der Zweitplatzierten an den Hessischen Fußball-Verband (HFV) unterzeichnet. Der TSV ist nämlich gleich mit zwei Mannschaften betroffen.

Sowohl mit der ersten Mannschaft aus der Kreisoberliga Mitte als auch mit der Reserve aus der B-Liga Fulda hätte Pilgerzell nach jetzigem Stand die Chance, über Aufstiegsspiele beziehungsweise Relegation aufzusteigen. Entsprechend ärgert es den Vorsitzenden Christopher Gaul, dass die Zweitplatzierten bislang kaum in die Diskussion miteinbezogen wurden. „Beim HFV herrscht ein vorgefestigtes Meinungsbild, bei der Kreisumfrage wurden die Vereine in eine Richtung gelenkt. Man konnte zwischen den Zeilen herauslesen, dass es keine Absteiger geben soll, für die Zweiten hat sich aber niemand interessiert“, kritisiert Gaul.

Dass sich der Verband vor einer Woche für einen Aufstieg des Hessenliga-Vizemeisters KSV Hessen Kassel starkgemacht, die Konsequenzen bis nach unten aber nicht durchdacht hat, irritiert den Pilgerzeller Vorsitzenden: „Es wird sich immer hinter dem Argument versteckt, dass die Ligen zu voll sind. Dabei werden die Ligen nicht durch die Aufsteiger zu voll, sondern deshalb, weil es keine Absteiger gibt. Nach zwei Dritteln der Saison lügt die Tabelle aber nicht.“ Gaul würde sich deshalb die Unterstützung der Klassenleiter und Kreisvertreter auch für die Zweitplatzierten wünschen. Dass diese gegen eine Klage von unzufriedenen Vereinen haften würden, hält der Rechtsanwalt übrigens für ausgeschlossen.

Kassel-Beispiel als Minimalkonsens

„Es wird bewusst und offensichtlich auf Zeit gespielt, um die Gemüter zu beruhigen. Hessen ist ja der einzige Landesverband, der noch nichts entschieden hat“, betont Gaul, der nicht damit rechnet, dass der Ball im September schon wieder rollen wird. „Ich denke, dass wir frühestens im März wieder starten. Der Verband hätte also genug Zeit, um eine solidarisch einvernehmliche Lösung zu finden.“

Um gehört zu werden, ist der TSV Pilgerzell bereits seit einiger Zeit Mitglied der WhatsApp-Gruppe von unzufriedenen Zweitplatzierten. Als Alleinkämpfer hätte der Mitte-Kreisoberligist nämlich keine Chance: „Uns als Kreisoberligist kennt doch keiner auf Verbandsebene, unsere Einzelstimme wird nicht gehört. Aber unsere Gruppe wird stündlich größer, und umso mehr Druck können wir aufbauen.“

Zumindest eine Lösung wie im Fall des KSV Hessen Kassel, der als bester der drei Clubs aus der potenziellen Aufstiegsrunde hoch darf, sollte in Betracht gezogen werden – selbst wenn der TSV als Dritter der drei Kreisoberligisten hinter Kressenbach/Ulmbach und Festspielstadt dann in die Röhre schauen würde. „Aber das ist der Minimalkonsens, der ins Auge gefasst werden muss. Weil bereits im Vorhinein vorgesehen ist, dass mindestens ein Verein aus dieser Aufstiegsrunde aufsteigen darf.“

Quelle:
https://www.torgranate.de/artikel/unsere-einzelstimme-wird-nicht-gehoert/